Erlös für älteren Maschinenpark übertrifft Erwartungen

Die Pleser KG hatte kürzlich die Werkschließung der SMB Schwermechanik GmbH Wildau begleitet. Dabei galt es, einen etwas in die Jahre gekommenen Maschinenpark innerhalb weniger Monate zu verwerten – kein Selbstläufer. Dennoch konnte das Projekt fristgerecht abgewickelt werden. Das Ergebnis überraschte sogar den Auftraggeber.

Die SMB Schwermechanik GmbH erbrachte Serviceleistungen im industriellen Bereich, insbesondere in der mechanischen Bearbeitung von Metallerzeugnissen aller Art. Konkret wurden hier beispielsweise große Antriebswellen und Ventile für Kraftwerke bearbeitet. Auf dem historischen Areal in Wildau ist bereits seit dem späten 19. Jahrhundert schwermechanische Industrie angesiedelt, etwa Lokomotivbau, Schwermaschinenbau und eine Gesenkschmiede. „Unser Auftraggeber, die GMH Gruppe, hatte die SMB Schwermechanik GmbH mit circa 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor einigen Jahren übernommen. Die jetzige Werkschließung wurde aus konzerninternen Gründen nötig“, sagt Auktionator Cornelius Pleser, der die Verwertung des Maschinenparks durchführte.

Welche Objekte sollten verwertet werden?

Das Portfolio der SMB bestand überwiegend aus älteren Spezialmaschinen sowie umfangreichem Maschinenzubehör im höheren sechsstelligen Euro-Bereich. Der Auktionskatalog umfasste insgesamt knapp 600 Positionen. Dazu gehörten etwa:

  • Platten- und Tischbohrwerke
  • Schwerdrehmaschinen
  • Ein Portalfräswerk
  • Verschiedene CNC-Drehmaschinen
  • Schleifmaschinen
  • Radialbohrmaschinen


Die Herausforderung bei dieser Onlineauktion

Im Zuge der Werkschließung kam es besonders auf eine schnelle Verwertung des Portfolios inklusive Demontage und Übergabe der Flächen an. Bis Weihnachten 2021 sollte das im gleichen Sommer gestartete Projekt komplett abgeschlossen sein, die Halle besenrein übergeben werden. Eine Herausforderung war dabei der Maschinenpark, der heute in dieser Form nicht mehr so stark am Markt nachgefragt ist.

Cornelius Pleser nahm sich der Aufgabe an und begab sich nach kurzer Abstimmung direkt an den Standort, um das vorhandene Anlagevermögen in Augenschein zu nehmen. „Für unsere Ansprechpartner in Wildau war es der erste Kontakt mit der Versteigerungsbranche. Nach der Begehung schilderten wir dem Auftraggeber anhand eines Verwertungskonzepts nebst Erlöseinschätzung deshalb detailliert den Ablauf einer Auktion. Zugleich konnten wir signalisieren: ‚Kein Problem, das bekommen wir hin‘“, erklärt der öffentlich bestellte und vereidigte Auktionator.

Sofort wurde der bewährte, strukturierte Prozess angeschoben, mit dem die Pleser KG bereits eine Vielzahl anspruchsvoller Verwertungen managen konnte. Dieser umfasst:

  1. Inventarisieren, Kennzeichnen des Versteigerungsgutes nebst Fotodokumentation, Running-Videos einzelner Maschinen
  2. Marketingprozess anschieben – zielgerichtet auf den Besichtigungstermin und die anschließende Online-Auktion
  3. Räumungsarbeiten und Präsentation der Waren
  4. Individuelle und offizielle Besichtigungen
  5. Onlineauktion
  6. Kaufabwicklung/Rechnungswesen
  7. Übergabe der Maschinen mit Demontageüberwachung


Ergebnis übersteigt Erwartungen

Anfang November liegt Cornelius Pleser optimal im Zeitplan und freut sich über das Ergebnis der Versteigerung: „Im Rahmen der Auktion und des anschließenden Nachverkaufs haben wir die Erlöserwartung des Auftraggebers in sechsstelliger Höhe übertroffen. Im Moment läuft noch die Demontageüberwachung, danach werden wir alle Flächen fristgerecht übergeben können.“

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